Hügel-Park

Hügel-Park
1873 als Wohnhaus für die Industriellenfamilie Krupp erbaut ist die Villa Hügel mit dem angrenzenden 41 Hektar großen Park heute offen für Besucher:innen. Mehr als 13 Millionen Menschen haben die Villa Hügel, ein bedeutendes Industriedenkmal, ebenso wie den Hügel-Park bis heute besucht. Eigentümerin der Villa Hügel mit dem zugehörigen Hügel-Park und dem Historischen Archiv Krupp ist heute die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die Stiftung sichert mit ihrem Engagement den Erhalt und Fortbestand der Villa Hügel und der Archivbestände.
Geschichte
Vor mehr als 150 Jahren angelegt, hat der Park der Villa Hügel bis heute zahlreiche Wandlungen und Umgestaltungen erlebt. Je nach Funktionen, Gestaltungsmoden, Vorlieben diente der Park dem Rückzug der Unternehmerfamilie Krupp wie auch der großen gesellschaftlichen Repräsentation, war ein Ort für Sport- und Freizeitvergnügen; seine Wälder und Felder lieferten Wildbret für die Küche, Obst und Gemüse.
Planung von Alfred Krupp
Bei der Planung des weitläufigen Hügel-Parks äußerte Alfred Krupp, der Bauherr der Villa Hügel, genaue Vorstellungen: „Einen Wald von Bäumen“ wolle er haben, den er „noch bei Lebzeiten genießen“ könne. Er ließ ausgewachsene Bäume einheimischer Arten herbeischaffen und einpflanzen. Hierfür mussten nach französischem Vorbild spezielle Wagen gebaut werden. Und er erreichte sein Ziel: 1883 war die Villa von einem großzügigen Park und einem dichten Wald umgeben. Friedrich Alfred und seine Frau Margarethe Krupp erweiterten nach 1888 den Park, ließen Gewächs und Schauhäuser bauen und seltene exotische Gewächse setzen. Der obere Terrassengarten wurde stärker ornamental ausgestaltet, und um 1900 entstanden die beiden Sphingen vor dem Großen Haus. Von den späten 1950er-Jahren bis in die 1970er-Jahre erhielt der Hügel-Park seine heutige Ausgestaltung nach dem Muster eines englischen Gartens. Seit einigen Jahren macht die Krupp-Stiftung im Rahmen von Revitalisierungsprojekte im Sinne des Denkmalschutzes ursprüngliche, noch vorhandene Strukturen des Parks wieder sichtbar.
Pflanzen und Gehölze
Mehr als 7.000 Bäume stehen heute im Hügel-Park, über 120 Arten weist das Verzeichnis der Gehölze aus. Am beeindruckendsten sind die majestätischen alten Bäume und seltenen Sträucher. Einheimische Prachtexemplare stehen neben exotischen Raritäten. Highlights unter den ehrwürdigen Gewächsen sind etwa die aus Marokko stammende Blaue Atlaszeder, der persische Eisenholzbaum, die erstmals 1811 in Frankreich erwähnte Hängebuche, die Sicheltanne aus Japan sowie der nordamerikanische Mammutbaum. Eine Augenweide ist auch die wildromantische Rhododendron-Schlucht, die besonders überwältigend zur Blütezeit im April und Mai anmutet. Dann verleihen die verschiedenen Rhododendren-Arten gemeinsam mit den ostasiatischen Tulpen-Magnolien dem Park einen besonderen Charakter.
Der Hügel-Park heute
Seit einigen Jahren macht die Krupp-Stiftung im Rahmen von Revitalisierungsprojekten im Sinne des Denkmalschutzes ursprüngliche, noch vorhandene Strukturen des Parks wieder sichtbar. Zudem bietet die Stiftung ein breites Veranstaltungsprogramm für alle Generationen mit vielfältigen Teilhabemöglichkeiten an: Von Fachvorträgen über die Baumbestände historischer Parkanlagen über Tai Chi für Kinder bis hin zum Hügel Family Day mit zahlreichen Outdoor-Aktivitäten – Besucher*innen aller Altersstufen können den Park individuell erkunden. Auch hat die Krupp-Stiftung mit der kostenfreien Hügel-App einen digitalen Begleiter entwickelt, um den historischen Ort neu zu entdecken. Spezielle Park-Führungen runden das breite Angebot ab.












