Schloss und Gut Ulrichshusen

Schloss und Gut Ulrichshusen
Schon bei der Einfahrt von Ulrichshusen wird der Zauber des Ortes deutlich. Ab Beginn der kleinen Mauer aus alten Feldsteinen, die den Park im Stil eines englischen Gartens umgibt, gleitet der Blick über jahrhundertealte Eichen und Kastanien, vorbei an vom Schilf umschlungenen Teichen bis hin zum Schloss, das dort auf dem Hügel voller Erhabenheit die bewundernden Blicke bündelt.
Im Jahr 1562 erbaute Ulrich von Maltzan die wehrhafte Renaissanceanlage. Bis heute liegt sie eingebettet in die unberührte Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte, umgeben von strohgelben Feldern, dichten Wäldern und stillen Seen. Verklungen ist der Lärm einer wechselvollen Geschichte, deren Chronik von vielfacher Zerstörung berichtet, vom Dreißigjährigen Krieg bis zum großen Brand von 1987. Zur Wende 1990, als sich Helmuth Freiherr von Maltzahn entschied, den Sitz seiner Vorfahren wiederaufzubauen, war das Renaissanceschloss eine Brandruine.
Entstanden ist ein kulturhistorisches Kleinod, ein Ort der Künste, erfüllt von Konzerten im Sommer, zur Weihnachtszeit und Anfang Januar, wenn die Neujahrskonzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Längst zählt Ulrichshusen nämlich zu den bedeutendsten Festspielorten des Landes. Jahr um Jahr kommen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern hierher. Die mächtige alte Scheune neben der Burg ist einer der größten Konzertsäle des Nordens. Künstler aus aller Welt haben hier gespielt. Als Stardirigent Lord Yehudi Menuhin 1994 die Konzertscheune einweihte, verliebte er sich so sehr in Ulrichshusen, dass er bis zu seinem Tod jedes Jahr wiederkehrte. Weltstars der Klassik wie Anne Sophie Mutter, Daniel Hope und Julia Fischer ziehen jährlich mehr als 80.000 Besucher in das 35-Seelen-Dorf.
Wie die Liebhaber der Musik, so kommen hier auch die Liebhaber der Natur auf ihre Kosten. Die Burg, der Park, die Teiche und Wiesen, alles verbindet sich zum Landgut, wie es einst entworfen wurde. Eine umfangreiche Gutswirtschaft gehört zur geretteten Kulturlandschaft. Im alten Pferdestall empfängt ein gemütliches Restaurant die Gäste mit der Eleganz des Einfachen: mit ländlicher Küche, hausgebackenem Brot und Gerichten aus der Region, Fischen und Krebsen aus den umliegenden Gewässern, Wild aus eigener Jagd, Obst und Getreide von heimischen Bauern, für den anspruchsvollen Gaumen zubereitet.
Unterkunft findet man in den Gästezimmern und Appartements des Schlosses und seinen Nebengebäuden sowie in dem nahegelegenen Gut Ulrichshusen. Für individuelle Erholung, Hochzeiten, Tagungen und Großveranstaltungen jeder Art bieten die historischen Gebäude, die zudem über ein großzügiges Wellness-Center verfügen, ausreichend Platz. Gepaart mit den vielfältigen touristischen Möglichkeiten der wunderschönen Mecklenburgischen Seenplatte ist Ulrichshusen eines der beliebtesten und nachhaltigsten Ziele Mecklenburg-Vorpommerns.

























